Schutz der Intimsphäre                                                                                                                                                     

Die Domina garantiert dem Kunden absolute Diskretion und Wahrung der Anonymität. Sollten die Beiden in der Öffentlichkeit aufeinander treffen, wird nicht gegrüßt.

Schutz des Eigentums

Um das Eigentum (Bargeld, Schmuck, etc.) des Kunden während einer Session zu gewährleisten, steht jedem Kunden eine versperrbare Handkasse zur Verfügung. Die dazugehörigen Schlüssel trägt der Kunden für die Dauer der Session bei sich (Hals- oder Armband).

Risk awarness (Risikovermeidung) im BDSM Bereich                                                                                    

Auch wenn die Domina die Session führt, entbindet das den Kunden nicht von der Eigenverantwortung. Es gibt daher verschiedene Möglichkeiten, gegen diverse Risiken im praktizieren von BDSM vorzubeugen, bzw. die verbleibenden Restrisiken bewusst in Kauf zu nehmen.

Vorgespräch, Absprache und Codewörter                                                                                                                    Im Vorgespräch ist der Kunde verpflichtet, die Domina eingehend über seine Tabus, bzw. körperliche und psychische Beeinträchtigungen zu informieren. Ganz besonders gilt dies für Einschränkungen welche besondere Vorsicht erfordern, wie zum Beispiel: Herzschrittmacher, Gelenksverletzungen, Allergien, Traumata, Psychosen. Mit dem Codewort kann der Kunde die begonnene Session jederzeit und unmittelbar unter,- oder abbrechen. Zur Benutzung des Codewortes ist der Kunde verpflichtet, sobald er den Spielverlauf nicht mehr als „safe, sane and consansual“ (sicher, mit klarem Verstand und in gegenseitigem Einvernehmen) wahrnimmt. Sollte der Kunde geknebelt oder in anderer Form an verbaler Äußerung gehindert sein, gilt Klopfen oder ähnliches als gleichwertig mit dem Codewort. Wird das Codewort genannt, beendet die Domina sofort, bzw. schnellstmöglich die laufende Session bzw. sieht von weiteren Aktionen ab.    

Insbesondere  ist nämlich immer davon auszugehen, dass der Kunde nicht vorab alle seine Grenzen / Tabus  eindeutig benennen kann, weil ihm dafür das Bewusstsein fehlt.  In diesem Fall kann durch Verwendung eines Codewortes jederzeit unverzüglich reagiert werden.

Restrisiken                                                                                                                                                                             Trotz eingehender Vorgespräche kann es passieren, dass eine Grenze /Tabu / Beeinträchtigung des Kunden von der Domina vergessen wird, auch hier ist das oben angeführte Codewort einzusetzen. Speziell bei Spielen mit eingeschränkter Sicht kann es passieren, dass der Kunde das Überschreiten eines zuvor von ihm nicht benannten oder von der Domina nicht mehr erinnerten Tabus / Grenze / Beeinträchtigung erst erkennt, wenn die Aktion bereits begonnen hat. In besonderen Fällen kann es dann geschehen, dass der Kunde sich unfähig fühlt, das Codewort zu äußern.

Dies sind generelle Risiken bei jeder BDSM-Session, derer man sich VOR Sessionbeginn bewusst sein muss:

Ein Codewort schützt nicht  vor allen Risiken. Praktiken mit Urin, Kot oder Blut sind in Hinblick auf Infektionen besonders riskant. Bei Sessions mit Aufnahme von Körpersekreten / Ausscheidungen wird dieses Risiko bewusst in Kauf genommen. Natürlich wird dieses Risiko durch die geltenden Hygienevorschriften auf ein Minimum reduziert.

Konsequenzen für ein persönliches Setting

Ähnlich wie in einem Piercing- oder Tattoostudio muss sich auch eine Domina, bzw. ein Studiobetreiber gegen gewisse Berufsrisiken absichern:                                                                                                                                                      

Der Studiokunde wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Domina über keine medizinische Ausbildung verfügt und dass es auch keine Zertifizierung für Dominas gibt.

Insbesondere bei riskanten Praktiken sollte sich der Kunde explizit über die Erfahrungen seiner Spielpartnerin informieren, seine eigenen Erfahrungen mit einbeziehen, und bewusst abwägen welche Risiken er eingehen möchte und auf welche Praktiken er lieber verzichtet.

Durch Buchung einer Session bei der Domina erklärt der Kunde ausdrücklich, dass er sich über mögliche Risiken bezüglich der gezielt vereinbarten Praktiken, sowie unbeabsichtigten Risiken im Verlauf eines BDSM-Spiels informiert wurde, sich dieser im Sinne von Risk-aware consensual kink (Risikovermeidung bei einvernehmlichen BDSM-Spielen) bewusst ist, und für den eventuell eintretenden Fall einer Schädigung / Verletzung des Kunden, die Domina und das Studio auf jeden Fall von jeglichen Haftungsansprüchen freistellt.